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Die stille Welle: Warum über 2 Millionen Unternehmen jetzt einen Nachfolger suchen

von | Apr. 15, 2026 | Blog | 0 Kommentare

Ein Gespräch mit Kai Hesselmann von DEALCIRCLE & DUB.de zeigt: Die Nachfolgewelle ist keine Zukunftsmusik – sie rollt bereits.

Stell Dir vor, Du hast 30 Jahre lang ein Unternehmen aufgebaut. Du hast Krisen überlebt, Mitarbeiter aufgebaut, Kunden gewonnen. Und jetzt steht die Frage im Raum, die Du vielleicht immer wieder aufgeschoben hast: Wer führt das alles weiter?

Diese Frage stellt sich in Deutschland gerade über zwei Millionen Unternehmer gleichzeitig.


Die Zahlen, die wachrütteln sollten

Knapp 60 Prozent aller Unternehmensinhaber in Deutschland sind heute älter als Mitte fünfzig. Der demografische Wandel macht auch vor dem Mittelstand nicht halt – im Gegenteil: Er trifft ihn mit voller Wucht.

In den nächsten 10 bis 15 Jahren werden Hunderttausende Unternehmen die Nachfolge regeln müssen. Doch die klassische Lösung – das Kind übernimmt den Betrieb – funktioniert immer seltener. Die Familiennachfolge-Quote sinkt kontinuierlich. Und zum ersten Mal überhaupt denken mehr Unternehmer über die Aufgabe ihres Betriebs nach als über eine geordnete Weitergabe.

Das ist eine stille Krise – und gleichzeitig eine riesige Chance.


Was DEALCIRCLE & DUB.de damit zu tun haben

Kai Hesselmann weiß, wovon er spricht. Der Mitgründer von DEALCIRCLE und Inhaber der Deutschen Unternehmerbörse (DUB.de) sitzt täglich mitten in diesem Markt. Sein Unternehmen begleitet jährlich 2.000 bis 3.000 Transaktionen – und das mit einem klaren Ansatz: Käufer und Verkäufer zusammenzubringen, die sich alleine niemals gefunden hätten.

Das Hamburger Abendblatt nannte DEALCIRCLE einmal das „Parship für Unternehmensverkäufe“ – und der Vergleich trifft es gut. Denn genau wie bei der Partnersuche ist beim Unternehmensverkauf das größte Problem nicht der fehlende Wille, sondern die fehlende Sichtbarkeit.

„Ein Berater, der heute ein Metallbauunternehmen aus Bayern verkauft und morgen eine IT-Firma aus Hamburg, hat kein gewachsenes Netzwerk in diesen Branchen. Genau da kommen wir rein.“

– Kai Hesselmann

DEALCIRCLE füllt diese Lücke mit einer Datenbasis aus über acht Jahren und rund 500 angebundenen Beratungshäusern – von großen M&A-Boutiquen bis hin zu regionalen Sparkassen und Volksbanken.


Zwei Plattformen, ein Ziel

Wer auf der Suche nach einem Unternehmenskauf oder -verkauf ist, begegnet im DEALCIRCLE-Ökosystem zwei Plattformen:

  • DUB.de – die Deutsche Unternehmerbörse, seit 15 Jahren am Markt, mit enormer Reichweite und einer der meistgenutzten Anlaufstellen für Nachfolgethemen in Deutschland.
  • Amber – die moderne, technisch überlegene Plattform, die Deal Circle selbst entwickelt hat.

Beide haben ihre Stärken. Und der Plan ist klar: Die Reichweite der DUB soll mit der Technologie von Amber zusammenwachsen. Das Ergebnis wird eine Plattform sein, die sowohl erfahrene Verkäufer als auch die neue Generation von Käufern abholt.


Was ist mein Unternehmen eigentlich wert?

Eine der meistgeklickten Seiten auf DUB.de ist die Multiples-Seite – und das völlig kostenlos. Hier findest Du aktuelle Bewertungsmultiplikatoren für verschiedene Branchen und Unternehmensgrößen.

Seit Kurzem wird diese Seite quartalsweise aktualisiert und unterscheidet zwischen drei Größenklassen:

  • Microcap – Unternehmen mit einem Unternehmenswert unter 5 Millionen Euro
  • Smallcap – der mittlere Bereich
  • Midcap – Unternehmen ab 50 Millionen Euro Unternehmenswert

Die Daten stammen aus echten Transaktionen, die von 25 Partnerberatungshäusern gemeldet werden. Sowohl EBITDA-Multiples als auch Umsatzmultiples sind abrufbar – ein praktisches Werkzeug für jeden, der eine erste Orientierung sucht.


Der Markt in der Delle – und warum das kein Dauerzustand ist

Wer in den letzten Jahren einen Unternehmensverkauf begleitet hat, kennt die Stimmung: zäh, langwierig, frustrierend. Kai Hesselmann ordnet das klar ein:

Die Zinswende ab 2022 hat den Markt auf den Kopf gestellt. Kaufpreise, die zuvor auf niedrigen Zinsen und optimistischen Prognosen basierten, mussten sinken. Viele Verkäufer wollten das nicht akzeptieren. Gleichzeitig haben drei Jahre wirtschaftlicher Rezession die Profitabilität vieler Unternehmen gedrückt – was Bewertungen weiter unter Druck setzt.

Und die Banken? Die sind so restriktiv wie selten zuvor. Akquisitionsfinanzierungen, die früher in wenigen Wochen standen, ziehen sich heute über viele Monate.

Das Ergebnis: Abschlussquoten sind gesunken, Prozesse dauern 18 bis 24 Monate.

Aber: Dieser Zustand ist nicht permanent. Die demografische Notwendigkeit bleibt bestehen. Die Käufer sind da. Und wer jetzt vorbereitet ist, wird profitieren, wenn sich der Markt normalisiert.


Eine neue Generation von Käufern betritt die Bühne

Vielleicht ist das die überraschendste Entwicklung im Nachfolgemarkt: Monatlich registrieren sich hunderte Privatpersonen auf der DUB – Menschen, die aktiv nach einem Unternehmen suchen, das sie übernehmen können.

Darunter sind zunehmend gut ausgebildete junge Menschen aus dem Beratungsumfeld, aus dem VC-Bereich oder aus dem Corporate Finance – Menschen, die erkannt haben: Ein bestehendes Unternehmen zu übernehmen ist oft klüger als eines von Grund auf aufzubauen.

Du bekommst funktionierende Prozesse. Du bekommst einen bestehenden Kundenstamm. Du bekommst Mitarbeiter, die wissen, was sie tun. Und du bekommst in vielen Fällen einen erfahrenen Verkäufer, der Dir bereit ist, sein Wissen zu übergeben.

Unternehmensnachfolge ist zu einem echten Lebensentwurf geworden.


Was Verkäufer jetzt wissen müssen

Kai Hesselmann hat in Hunderten von Transaktionen eines immer wieder beobachtet: Wer zu spät anfängt, verkauft schlechter.

Sein Rat ist eindeutig:

1. Früh anfangen – am besten Anfang bis Mitte 50 Wer erst mit 65 oder unter Druck eines Gesundheitsproblems verkauft, hat kaum Verhandlungsmacht mehr. Frühzeitig bedeutet: Du kannst wählen. Du kannst ablehnen. Du kannst auf den richtigen Käufer warten.

2. Inhaberabhängigkeiten reduzieren Das ist einer der größten Werttreiber – und einer der häufigsten Schwachpunkte. Wenn das gesamte Kundenwissen, das Netzwerk und die Entscheidungskompetenz nur in Deinem Kopf existieren, sinkt der Unternehmenswert massiv. Dokumentiere, delegiere, strukturiere.

3. Zahlen und Unterlagen sauber halten Aktuelle Jahresabschlüsse, saubere Vertragsunterlagen, nachvollziehbare Finanzdaten – all das beschleunigt jeden Verkaufsprozess und schafft Vertrauen beim Käufer.

4. Mit einem Berater zusammenarbeiten Kai Hesselmanns Empfehlung: Führe mindestens drei bis fünf Erstgespräche mit verschiedenen Beratern, bevor Du Dich entscheidest. Die Chemie muss stimmen – denn dieser Prozess dauert lang und wird emotional.

5. Emotional loslassen lernen Das klingt weich, ist aber entscheidend. Viele Verkäufer scheitern nicht an den Zahlen, sondern daran, dass sie den Abschied nicht zulassen können. Das Unternehmen ist kein Kind – es ist ein Werk. Und ein gutes Werk verdient eine gute Übergabe.


Das Fazit: Die Welle rollt – die Frage ist, ob Du bereit bist

Die Nachfolgewelle ist keine Metapher. Sie ist Realität. Über zwei Millionen Unternehmen, eine schrumpfende Familiennachfolge-Quote und eine neue Generation hungriger Käufer – das ist der Markt, in dem wir uns heute befinden.

Ob Du Verkäufer bist, der seinen Lebensabend in Würde plant. Oder Käufer, der nach dem nächsten Kapitel sucht. Oder Berater, der zwischen beiden vermittelt: Der Zeitpunkt ist jetzt.

Wer wartet, vergibt Chancen. Wer sich vorbereitet, gestaltet.

Du kannst heute schon mit Deiner Vorbereitung starten. Lade Dir dazu meine kostenlose Nachfolge-Checkliste herunter!

Ich bin Benedikt Stentrup, der Nachfolge-Schmied.

Als Unternehmer, Nachfolger und Experte weiß ich genau, was dich bewegt. Ich kenne deinen Alltag aus 15 Jahren Praxis und habe Nachfolge selbst in allen Facetten durchlebt – als Angestellter, Familien-Nachfolger und Übernehmer. Mein Ziel: Dir das Selbstvertrauen für deine erfolgreiche Übergabe zu geben.

Benedikt Stentrup Nachfolger Experte

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