In der heutigen Arbeitswelt wird die Zusammenarbeit verschiedener Generationen immer wichtiger, das hat mir meine Teilnahme am Fachkräfte-Kongress 2025 in Berlin verdeutlicht. Gleichzeitig ist mir eine Studie des RKW Kompetenzzentrums in die Hände gefallen, deren Inhalte ich hier auf den Kontext der Unternehmensnachfolge übertrage. Hier spielt die erfolgreiche Integration von Jung und Alt eine entscheidende Rolle.
Ein zentraler Punkt, wenn es um unterschiedliche Bedürfnisse der verschiedenen Generationen geht, ist die Flexibilisierung von Arbeitszeit. Ältere Mitarbeiter:innen haben oft andere Bedürfnisse und Prioritäten als jüngere Kolleg:innen. Indem Unternehmen flexible Arbeitszeitmodelle anbieten, können sie den individuellen Bedürfnissen der Beschäftigten gerecht werden und so die Zufriedenheit und Produktivität steigern.
Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Wissenstransfer zwischen Generationen ist die Initiierung von Jung-Alt-Tandems. Hierbei werden erfahrene Mitarbeiter:innen mit jüngeren Kolleg:innen zusammengebracht, um voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen. Diese Form der Zusammenarbeit fördert die Weiterentwicklung beider Generationen.
Eine offene Unternehmenskultur spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Es ist wichtig, dass alle Mitarbeiter:innen, unabhängig vom Alter, sich gehört und wertgeschätzt fühlen. Durch eine offene und respektvolle Kommunikation können Missverständnisse vermieden und ein positives Arbeitsumfeld geschaffen werden.
Gleichstellung bei Weiterbildungsangeboten ist ebenfalls ein weiterer Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Zusammenarbeit der Generationen. Es ist wichtig, dass Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten allen Mitarbeiter:innen offenstehen und nicht nur einer bestimmten Altersgruppe vorbehalten sind. So können alle Beschäftigten ihr Potenzial entfalten und zum Erfolg des Unternehmens beitragen.
Übertragen auf eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge zwischen verschiedenen Generationen genannt lassen sich folglich mehrere Faktoren als wichtig identifizieren: Dazu gehören das Bewusstsein für unterschiedliche Prioritäten, offene Kommunikation, der Austausch von Wissen in beide Richtungen, eine wertschätzende Grundhaltung und ein klischeefreier Umgang mit dem Generationenthema. Diese Punkte sind entscheidend, um eine positive Unternehmenskultur zu fördern und die Zusammenarbeit der Generationen zu stärken.
Neben den genannten Punkten sind verschiedene Instrumente der Personalarbeit relevant, die den Wissenstransfer und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Altersgruppen fördern. Dazu gehören Mentoring-Programme, Job-Rotation oder auch interaktive Workshops, die den Austausch und die Zusammenarbeit der Generationen unterstützen.
Insgesamt zeigt die RKW Veröffentlichung „Generationen im Dialog“ auf, wie Unternehmen von der Vielfalt der Generationen profitieren können. Durch eine gezielte Förderung individueller Fähigkeiten, den Zusammenbringen der Generationen zur Förderung von Verständnis und Wertschätzung sowie die Einbindung älterer Mitarbeiter:innen bei Neuerungen können Unternehmen eine erfolgreiche Zusammenarbeit der Generationen erreichen und so langfristig erfolgreich sein.
Die vollständige Veröffentlichung des RKW kann man sich unter diesem Link kostenlos herunterladen: So gelingt eine gute Zusammenarbeit der Generationen – Publikation